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Bergrettung
 

News

16.01.2018 - 
Lawine Sportgastein

In Sportgastein wurde Dienstagmittag ein Freerider aus Norwegen von einer Lawine erfasst und teilweise verschüttet. Sein Begleiter konnte ihn ausgraben, der Skifahrer wurde nicht verletzt.

Die beiden Norweger im Alter von etwa 40 Jahren fuhren zur Mittagszeit um etwa 12.30 Uhr auf ihren Skiern im freien Gelände vom Schareck (Mölltaler Gletscher) in Richtung Sportgastein ab. "Auf zirka 2.500 Meter Seehöhe, nahe des Gletscherauges, wurde die Lawine ausgelöst", schilderte der stellvertretende Bezirksleiter Gerhard Kremser. "Einer der beiden wurde 200 Meter weit mitgerissen und zum Teil verschüttet."

 

Sein Begleiter konnte ihn ausgraben. Da der Mann bei dem Lawinenabgang einen Ski verloren hatte, der Ski ist regelrecht abgerissen, stiegen die beiden zu Fuß ein Stück weiter ab. Wegen der Spannungsrisse in der Schneedecke, die auf eine erhebliche Lawinengefahr hindeuten, trauten sich die Freerider nicht mehr weiter. Sie setzten einen Notruf ab und warteten auf einem Felsköpfl auf die Einsatzkräfte.

 

Der angeforderte Polizeihubschrauber konnte zunächst wegen des Windes nicht landen, doch schließlich gelang es dem Piloten doch noch in einer Windpause, beim Felsköpfl zu landen und die beiden Norweger aufzunehmen. Sie wurden ins Tal gebracht. Von der Ortsstelle Bad Gastein waren sieben Männer zur Bergung der Freerider ausgerückt.  

 

Die beiden Norweger waren für Skiabfahrten im freien Gelände entsprechend gut ausgerüstet und auch ortskundig. Sie hatten um etwa 7.00 Uhr in der Früh den Lawinenlagebericht gelesen, es bestand noch mäßige Lawinengefahr (Stufe zwei). "Im Laufe des Tages frischte der Wind auf, es sammelte sich Triebschnee an. Als die beiden vom Schareck abgefahren sind, hat sich die Lawinengefahr auf Stufe drei erhöht", sagte Kremser.

Deshalb sollten Freerider und Tourgengeher immer auch auf das Wettergeschehen im Tagesverlauf achten, das zu einer höheren Lawinenwarnstufe führen kann. 

 

Fotos: Bergrettung Bad Gastein, G. Kremser

 

 

 


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