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Bergrettung
 

News

06.01.2018 - 
Bad Gastein: Rettung zweier Snowboarder unter extremsten Bedingungen

Ein deutscher und ein Wiener Wintersportler konnten am Samstagnachmittag im Gasteiner Höhkar nicht mehr weiter. Sie konnten unter gefährlichsten Bedingungen gerettet werden.

Vier Bergretter konnten gerade noch vom Libelle-Team abgesetzt werden.

Die Bergretter versicherten das steile Eisgelände

Unter akuter Lawinengefahr Querungen

Gasteiner Bergretter

 

Zwei Snowboarder hatten sich bei der Nordabfahrt in Sportgastein ins freie Gelände begeben und fuhren auf die falsche Seite in Richtung Höhkar (Eisarena, Anlauftal) ab, bis sie schließlich im extremen Gelände nicht mehr weiterkamen.

Daher alarmierten sie um etwa 14:40 Uhr die Bergrettung Bad Gastein. „Wir wurden zu viert vom Hubschrauberteam der Polizei (Libelle) raufgeflogen und etwas oberhalb der beiden Deutschen abgesetzt“, schildert Gerhard Kremser, Pongauer Bezirksleiter Stv. und Bad Gasteiner Bergretter. „Aufgrund des starken Föhnsturms war leider keine Seilbergung möglich.“

 

Gerade noch vom Hubschrauber abgesetzt

Die vier Bergretter wurden noch unter widrigsten Bedingungen abgesetzt, dann musste der Hubschrauber umkehren. „Unter extrem hoher Lawinengefahr haben wir das Gebiet gequert, um zum Höhkarsteig zu kommen“, so Kremser.

 

Akute Lawinengefahr im Gelände

Die Bergung des Deutschen und Wieners wurde mittels Seilsicherungen durchgeführt und dauerte über viele Stunden. „Wir mussten das Gebiet in der vereisten Wand, wo vor drei Wochen ein tödlicher Lawinenunfall eines Eiskletterers war, unter vielen Schwierigkeiten, wie eben akuter Lawinengefahr und Dunkelheit queren.“

Über mehrere Seillängen und mit Hilfe von Bergrettern von unten im Tal, gelang es schließlich, die Wintersportler gesichert über das steile und felsige Eisgelände ins Tal zu bringen. Einsatzende war nach 21 Uhr.

 

 

Fotos: Bergrettung Bad Gastein/Gerhard Kremser

 

 

 


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