Facebook Logo Youtube Logo
Bergrettungslogo

Bergrettung
 

News

26.06.2018 - 
Canyoning: Fortbildung Wildwasserschwimmen in der Socia

Das diesjährige Fortbildungswochende der Canyoninggruppe der Bergrettung stand unter dem Motto "Wildwasserschwimmen". Drei Tage übten die Canyoningretter in der Soča in Slowenien.

„Manchmal muss man einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen!“ Man nehme das im wirklichen Wortsinne und weiß dann was die „Canyoningretter united“  von der Gruppe Süd und Nord der Bergrettung Salzburg am Wochenende gemacht haben: Wildwasserschwimmen in der Soča. Schon anhand des meist genutzten Kommentares unseres rescue 3 Ausbildners Sebastian der da war: „nicht gehen – schwimmen!“ kann man schon erahnen wo anfangs unsere Stärken und wo unsere Schwächen lagen. Doch ich sollte wohl ganz am Beginn starten.

 

Wir Canyoningretter kommen großteils aus dem Bergsport. Was wir also gut können ist der Umgang mit dem Seil, im Gurt hängend was machen oder abseilen. Wir lieben es durch Schluchten zu gehen und auch mal abzuklettern jedoch haben wir bei der Planung des diesjährigen Aus- und Fortbildungsprogrammes festgestellt, dass wir uns gern mal wieder auf dem Gebiet „Wildwasser“ fortbilden würden.

 

Gesagt getan, der Ausbildungsleiter der Gruppe Süd – Hannes Hohenwarter – hat gleich alle beim Wort genommen und einen lässiges und kompetentes Ausbildnerduo, die nach den Richtlinien der „Rescue 3 International“ Wildwasser Rettungskräfte aus- und weiterbilden, organisiert. Um „gute Miene zum bösen Spiel“ machen zu können und diese Fortbildung vor allem für uns „Greenhorns“ möglichst einfach zu gestalten war auch das Ziel relativ bald klar – die glasklare türkise Soča in Slowenien. Die Landesleitung hat diese Idee Dankenswerterweise unterstützt und somit konnte es los gehen.

 

Endlich ins Wasser

Den Freitag nutzen wir noch um uns in der Schlucht zu koordinieren, Neues kennen zu lernen und auf bekanntem Terrain zusammen zu arbeiten. Der Abend stand dann schon ganz im Zeichen des Wildwassers – jedoch noch in der Theorie. Am Samstag war es dann endlich soweit: wir durften uns in die Fluten der Soča stürzen. Dabei lernten und übten wir das Wasser zu lesen, Wurfsäcke zu werfen, Kehrwässer anzuschwimmen und Personen aus dem Wasser zu bergen.

 

Nach und nach wurden die Aufgaben die Sebastian und Micha uns stellten komplexer. Wir bargen auf einem Stein sitzende oder auch vermeintlich mit dem Fuß verklemmte Personen, brachten das Seil auf verschiedenste Weisen über den Fluss und lernten viele Tricks wie man auch bewusstlose nicht anschwimmbare Verunfallte schnell und effizient bergen kann. Dabei arbeiteten wir ganz ohne Gurt und ausschließlich mit Wurfsäcken was für uns anfangs Neuland war und am Sonntagnachmittag schon fast gewohnt wirkte. Den wichtigsten Part der langen Tage hatte Norbert der in seinem Kajak den Proviant transportierte und auch mal als Safty Kajaker flussabwärts absicherte.

 

Cooles Wochenende – auch das wieder im wahrsten Sinne des Wortes – mit sehr vielen neuen, lehrreichen Inhalten die uns in unsere Arbeit sehr weiterhelfen und uns alle auch ein Stück weit zu „Wasserratten“ gemacht haben! Danke an die feine Truppe und an alle Verantwortlichen!

 

Bericht: Eva Schider (Canyoning-Gruppe-SÜD, BR-Lofer)

Bilder: Mia Mihelic (Instruktor Resche 3)


← zurück