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Bergrettung
 

News

02.07.2018 - 
Apps unterstützen Einsätze der Bergrettung

Handys können bei Alpinunfällen sehr hilfreich sein. Einerseits kann damit der Bergrettungs-Notruf 140 oder der Euro-Notruf 112 gewählt und Hilfe geholt werden. Andererseits erleichtern spezielle Apps den Rettungseinsatz. Der Ortsstellen-Leiter der Bergrettung Salzburg, IT-Experte Jens Reindl, hat für eine raschere Kommunikation bedienerfreundliche Apps entwickelt. 

(c) Bilder: Robert Etter, WKO, Ortsstellenleiter Jens Reindl mit bedienerfreundlichen EinsatzApps

Auszeichnung durch die Wirtschaftskammer

Die Einsatz-App dient der raschen Alarmierung und Information der Einsatzmannschaft über den Standort des Unglücks. Die Bergretter, die keine beruflichen oder privaten Verpflichtungen haben und ausrücken können, antworten mit einer Ziffer, die über die geschätzte Eintreffzeit - 30 steht für 30 Minuten - Auskunft gibt. Damit weiß der Einsatzleiter gleich Bescheid, wie viele Bergretter überhaupt verfügbar sind. Falls er noch zusätzliche Einsatzkräfte benötigt, kann er sofort benachbarte Ortsstellen für einen Assistenzeinsatz anfordern.

 

rasche Information zu wichtigen Einsatzdaten via App 

Mit dem System von „universalsolutions“ (https://universalsolutions.eu) hat Jens Reindl auch Fragebogen-Apps gestaltet, die er zusammen mit dem Flachgauer Bergrettungs-Bezirksleiter Roland Schimpke für den Bergrettungseinsatz adaptiert hat. Es handelt sich um eine Checkliste über wichtige Daten und Fakten des Einsatzes: Wann und wo ist der Unfall passiert, wie viele Personen wurden verletzt, wie viele Bergretter sind im Einsatz. Das Ausfüllen der App benötigt nur wenige Minuten, dann wird der beantwortete Fragebogen über Internet weitergeleitet.

 

„Die Protokolle kommen über E-Mail an den von uns definierten Verteiler“, erläutert Schimpke. Die standardisierte Erstinformation über den Einsatz erhalten der Orts- und Bezirksleiter, der Landesleiter und das Medienreferat zur Formulierung einer Aussendung. Zugangsberechtigte können die Angaben auf der App jederzeit abrufen. "Sie wissen damit über die Eckdaten des Einsatzes Bescheid, auch wenn sie nicht vor Ort sind."

 

Der Landesleiter der Bergrettung Salzburg, Balthasar Laireiter, fasst die Vorteile der App zusammen: „Entlastung des Einsatzleiters, eine standardisierte Information und Schnelligkeit." Laut Systementwickler Reindl werden mit der App routinemäßige Einsatzabläufe einfach und rasch dokumentiert und digitalisiert.

 

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Den Bergrettern steht auch eine digitale Checkliste für die Erstversorgung des Verunglückten und die Art des Abtransportes zur Verfügung. Eingetragen werden die vermuteten erlittenen Verletzungen, die Patientendaten und die Lageinformation.

 

"Mit diesen neuen Technologien versuchen wir, die Geschwindigkeit und Qualität im Bergrettungsdienst weiter zu optimieren und den Verunfallten noch rascher zu helfen", betont Bezirksleiter Schimpke. Das Ausfüllen der Fragebögen mittels App funktioniert auch offline. Sobald ein Internetempfang besteht, ist die Checkliste abrufbar.

 

Auszeichnung durch Wirtschaftskammer

Jens Reindl wurde im Vorjahr von der Wirtschaftskammer Salzburg ausgezeichnet. Er ging mit seiner bedienerfreundlichen App als Sieger in der Kategorie "persönliches Engagement" hervor.


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