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Bergrettung
 
 

Großglockner UltraTrail

Trailrunning: Ein Trend, den wir kritisch beobachten, unterstützten und selbst dabei sind. 60 Bergretter halfen beim ersten Großglockner Ultratrail. Einige liefen auch selbst mit und einer gewann ihn sogar ex-equo. 

Dass Bergretter auch schnell in den heimischen Bergen sind, haben unlängst vier Pinzgauer Bergretter bei der Premiere des Großglockner Ultra-Trails vom 24.-25.Juli gezeigt. 

Dabei wurde die bekannte Glocknerrunde, ausgehend von Kaprun in entgegengesetzter Richtung durchlaufen (www.ultratrail.at):

Über Bruckerberg-Ferleiten-Pfandlscharte-Glocknerhaus-Stockerscharte-Salmhütte-Glorerhütte-Peischlachtörl-Kals-Kalser Tauern-Rudolfshütte-Kleetörl-Schmiedingerscharte-Kaprun waren 107km und ca.7000hm nonstop zu bewältigen.

Üblicherweise wird dafür eine Woche angesetzt, Amon Markus von der BR Kaprun benötigte dafür 16h48min und siegte ex equo mit Gösweiner Klaus.

Köhlbichler Anton/OS Enzingerboden schaffte mit 20h43min den 12.GR, und Hasenauer Paul/OS Fusch belegte mit 22h2min den 29.GR.

Rogl Engelbert/OS Fusch erreichte bei der "kurzen Version" - dem Glockner-Trail mit 7h9min den 23.GR und den Klassensieg.

Das Rennen verlangte den Teilnehmern alles ab, Insider gaben an, noch nie einen so schweren Trail gelaufen zu sein - die Ausfallsquote war dementsprechend hoch.

Die Ortsstellen Kaprun, Fusch, Heiligenblut, Kals und Enzingerboden stellten mit knapp 60!!! Bergrettern ein gut überlegtes Bergrettungsservice auf die Beine und als Teilnehmer hatte man das Gefühl, im Unglücksfall gut versorgt zu sein.


Glücklicherweise passierten nur leichte Unfälle, doch vor allem die kalte und windige Nacht verlangte den Bergrettern im Bereich Pfandlscharte-Kals einiges an Durchhaltevermögen ab.

Auch am Samstag beim Rennabbruch im Bereich des Aufstieges zur Schmiedingerscharte - wegen des heftigen Gewitters - wurden Sportler und Bergretter ordentlich gefordert.


Die Trendsportart Trailrunning zieht allerdings auch Teilnehmer an, die unzureichend auf diesen alpinen Ausdauersport vorbereitet sind, und dabei kann es rasch zu gefährlichen Situationen kommen  - das zeigte sich speziell im Bereich Pfandlscharte-Kals während der Nacht.

Es ist absehbar, dass dieser Sport in Zukunft nicht nur bei Wettbewerben Herausforderungen an die Bergrettung stellen wird (siehe etwa Archiv Bergeaktion Kempsenkopf).

Bericht: Hasenauer Paul / OL Fusch

Bilder: Hans Dörfler, Bergrettung Kaprun und Bergrettung Fusch