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Bergrettung
 

Sicherheitsworkshop der Bergrettung

Sicherheitsworkshop 16. Jänner: Bischofshofen/Werfenweng (Maria Riedler)
Immer mehr Menschen entdecken die faszinierende Freizeitaktivität des Skitourengehens oder des Variantenfahrens abseits der Pisten. Viele Bergsportler sind sich der alpinen Gefahren wie etwa Lawinen aber nicht bewusst.
In Österreich gab es im vergangenen Winter für die Bergrettung etwa 90 Lawineneinsätze.
Die technische Ausrüstung vieler Tourengeher wird immer besser, immer mehr haben eine Notfallausrüstung mit Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) dabei. Doch wie man diese Ausrüstung anwendet, damit im Notfall zielgerichtet und rasch reagiert werden kann, das ist zumeist (noch) ein Problem.

Der diesjährige, zweitägige Freerideguide der Bergrettung Bischofshofen am Wochenende 16./17. Jänner begann mit spannenden theoretischen Vorträgen, wie etwa vom langjährigen Leiter der Bergrettung Werfen, Hans Neumayer.



Er informierte über die richtige Vorbereitung und über wichtige Maßnahmen bei Skitouren.

Medizinische Experten referierten unter anderem über die neuesten Maßnahmen der Ersten Hilfe, neue Materialen bei Blutstillung, etwa durch häufige Skikantenverletzung oder über Unterkühlung.

ABS Rucksäcke
und ihre Verwendungsmöglichkeiten wurden vorgestellt.

 

Der praktischer Teil des Freeride Guides in Werfenweng

Beim praktischem Teil in Werfenweng am 17. Jänner wurde geübt und wieder geübt: Erste Hilfe nach Verschüttungen oder bei den typischen schweren Verletzungen, die nach einem Lawinenunglück auftreten können. Ein Teil des  praktischen Ersten Hilfe-Unterrichts beschäftigte sich mit dem Thema Unterkühlung, denn auch hier ist schnelles und richtiges Handeln wichtig, denn die Körpertemperatur eines Verschütteten sinkt rasch und alle Maßnahmen sind letztlich ein Kampf gegen die Uhr, denn die lebensbedrohliche Grenze von 32 Grad ist bei einer Verschüttung schnell erreicht.
Ausbilder, Mitglieder und Bergführer der Bergrettung Bischofshofen zeigten den interessierten Teilnehmern natürlich auch viel praktisches Know-how zur LVS-Gerät Suche und die vielen Teilnehmenden konnten dabei unter Anleitung praktisch üben. Ein wichtiger Punkt war u.a. auch das strategisches Denken und zielorientierte Handeln nach einem Lawinenunglück durch die Kameraden.
Wie und was muss sofort nach Abgang einer Lawine passieren, was sind die wichtigsten Maßnahmen? Auch hier wurde praktisch alles durchgeübt, denn die Zeit entscheidet – bis die Rettungsmannschaften eintreffen kann oft lebenswichtige Zeit verstreichen. Besonderes Interesse riefen auch die Vorführungen mit ABS Rucksäcke hervor: Der praktische Gebrauch von Airbag-Rucksäcken wurde von Heimo Bär präsentiert. Aber auch der „Avalanche Ball“ und seine Verwendung konnte praktisch getestet werden.