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Bergrettung
 

B-Kurs - Fortgeschrittene

Es soll mit den Abschlussphasen des A - Kurses angefangen werden. Nach Möglichkeit ist eine Naturlawine als Übungsgebiet zu wählen, jedoch muss der Lawinenkegel übersichtlich sein. Die Übungen sollen einem Unfallgeschehen entsprechen und müssen vom Führer taktisch gelöst werden.

 

Es können auch gut durchgewitterte Gegenstände (Rucksack, Kleidungsstücke) leicht vergraben werden. Solche Gegenstände und auf der Lawine ausgelegtes Ausrüstungsmaterial müssen aber zum Unfallgeschehen passen. 

Größter Wert ist auf die Hilfe der Windrichtung zu legen. Kleine Störungen durch Fremdpersonen sollen bei sicheren Hunden eingeplant werden (Fremdpersonen mit LVS - Gerät und Funk - ohne Lärm). Die Suchfeldgröße soll langsam gesteigert werden.

 

Auf die Leistungsfähigkeit und Suchausdauer des jeweiligen Hundes soll besonders geachtet werden. Auf richtiges Vergraben und Verhalten des Figuranten ist ebenfalls großer Wert zu legen!

 

Ausbildungsziel Hundeführer:

Gleich wie Kurs A und dazu 

Richtige Beurteilung einer einfachen Unfallsituation, zweckmäßiger Einsatz des Hundes bei störenden Einflüssen und Ermüdungserscheinungen, Führung des Hundes zur Grob- und Feinsuche, Beherrschung von zweckmäßiger Notfallhilfe.

Ausbildungsziel Hund:

Abrevieren des Suchfeldes

Rasches Auffinden von 2 lebenden Menschen, die auf einem Lawinenfeld und bis zu 1,5 m Tiefe eingegraben sind.

Ausdauer im Suchen, auch bei großer Kälte und starkem Wind.

Sicheres Anzeigen des Fundes

 

Folgende Punkte sind zu beachten:

Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die einzelnen Erschwerungen nur nach und nach erfolgen. Es ist unsinnig, von der leichtesten auf die schwerste Übung überzugehen.

Unerlässlich für den ausgebildeten Lawinenhund ist sein fortwährendes Training auf Suchausdauer. Extrem ausgedrückt sollte der Hund im Einsatz leichtere Suchverhältnisse vorfinden, schneller zum Erfolg kommen als bei seinen Übungsaufgaben. Ist der Hund von seinen Übungen her gewöhnt, dass er längere Zeit arbeiten (suchen) muss, bis er zum Erfolg (Beute, Leckerbissen) kommt, so wird er dies (gewohnheitshalber) auch im Ernstfalle bedenkenlos tun. 

Daher sind die Übungsopfer auf große und größte Suchdistanzen einzugraben (nach unseren Vergraberichtlinien). Suchfelder von ca. 100 m und darüber.

Hundeführer, belüge Dich mit dem Können Deines Hundes nicht selbst, indem Du ihm leichte Aufgaben stellst und Dir vormachst, dass er imstande ist, auch schwerere zu lösen.

Zur Vermeidung von Unfällen müssen die Vergraberichtlinien genau eingehalten werden.

Wesentlich bei der Lawinenarbeit ist eine flotte und temperamentvolle Art des Hundeführers, seine frischen Gesten und aufmunternden Worte, sein eindrucksvolles Gehabe im Dirigieren des Hundes überträgt sich auf diesen!!!

 

Vorgabe Winter/Lawine:

Suchfeldgröße: Naturlawine

Fremdpersonen: 2 (pro Hund)

Vergrabungstiefe: ca. 1,5 m

Gegenstand: 1

Vergrabungstiefe: ca. 0,5 m

Ausarbeitungszeit: max. 30 Minuten für die Suchzeit

LVS-Gerätearbeit und Sondieren

Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort

Hubschrauber: theoretische und praktische Ausbildung am  Fluggerät

Innenbord und Aussenbordflüge

 

Vorgabe Sommer/Vermisstensuche:

Suchgebiet: Alpines Gelände

Fremdpersonen: 2-3 (pro Hund), verschiedenste Verhaltensarten der Opfer kennen lernen

Gegenstände: 2-3 (pro Hund)

Ausarbeitungszeit: 60 Minuten

Mit zwei/mehreren Hunden gleichzeitig im Suchgebiet suchen

Selbständiges Revieren

Gute Lenkbarkeit des Hundes

Kettensuche

 

Vorgabe für die Aufnahme als Einsatzhund:

Erreichen der für den B-Kurs geforderten Ausbildungsziele

Positive Bewertung bei der Überprüfung der Mensch-Hund-Beziehung