Winter-Bezirksübung Bergrettung Flachgau
Zwei Vermisste in einem extrem ausgesetzten Gelände am Schafberg zu suchen und zu bergen, war die Übungsannahme der diesjährigen Winter-Bezirksübung der Flachgauer Bergretter.
„Geocacher“ benötigen Hilfe", lautete die durchaus realistische Annahme für die diesjährige Winterübung. Realistisch deshalb, weil Geocacher im vergangenen Jahr tatsächlich bereits einmal Hilfe der Flachgauer Bergrettung benötigten. Aber wie es sich für eine Flachgauer Bezirksübung gehört, waren die Übungsumstände schon etwas schwieriger und komplexer.
Was ist Geocaching?
Beim Geocaching werden im Internet veröffentlichte Punkte mittels GPS-Geräten gesucht, an den angegebenen Orten findet der Geocacher dann Tauschgegenstände und ein Logbuch - vereinfach gesagt ist Geocaching eine elektronische Schnitzeljagd.
Geocacher abgestürzt
„Beim Suchen eines GPS-Punktes sei ein Geocacher bei schlechter Sicht über eine Klippe bzw. durch eine Wächte gestürzt und auf einem 15 Meter darunter liegenden Schneeband zu liegen gekommen“, schildert Christian Bauer, Bezirksleiter der Flachgauer Bergrettung die angenommene Unfallsursache.
„Beim Versuch über einen verschneiten Latschenrücken zu seinem Bruder abzusteigen, ist dann auch der zweite Geocacher abgerutscht und abgestürzt“, so Bauer.
Die beiden Männer verständigten dann per Notruf die Bergrettung. Aufgrund der schlechten Witterung war es den Einsatzkräften am Abend aber nicht mehr möglich, zu den verletzten Personen aufzusteigen. Erst am nächsten Morgen startete dann die „Rettungsaktion“ aller Ortsstellen des Flachgaues.
Realistische, widrigste Bedingungen
„Trotz dieser wirklich schlechten Wetterbedingung und des schwierigen Geländes leisteten die 57 teilnehmenden Bergretter großartige Einsatzarbeit“, meint Bezirksleiter Christian Bauer zufrieden.
„Nach längerer Anmarschzeit und aufwändiger Materialzubringung konnten wir die beiden Verletzten mittels Mannschaftszug und UT bergen“.
Die beiden „Verletzten“ waren übrigens natürlich auch Bergretter und biwakierten für diese realistische Übungsvorbereitung auch tatsächlich bei äußerst unwirtlichen Verhältnissen am Schafberg.
Foto: Christian Bauer




















