Zauchensee: Für den Ernstfall im Winter gerüstet

Am vergangenen Wochenende fand im Skigebiet Zauchensee eine große Bergeübung der Bergrettung statt.

Es ist wohl der Alptraum eines jeden Skifahrers: Man ist in einer voll besetzten Gondel oder in einem Sessellift unterwegs und diese bleibt plötzlich wegen technischer Probleme stehen und hängt einige Dutzend Meter über steilem Abgrund. In so einem Fall ist es dann wichtig, dass alles möglichst schnell und präzise abläuft. Genau dieses Szenario trainierten die Bergretter der Ortsstellen Altenmarkt, Radstadt und Flachau in einer großangelegten Bezirksübung gemeinsam mit Liftbediensteten, Feuerwehr und Flugrettung Martin.
Im Bereich der Schwarzwandbahn und der Tauernkarbahn in Zauchensee wurde dieser Ernstfall von 170 Einsatzkräften geübt: Obwohl sie in Schwindel erregender Höhe festsaßen, konnten alle 70 Personen innerhalb von zwei Stunden unverletzt gerettet werden. Angenommen wurde ein Getriebeschaden, welcher den völligen Stillstand der Bahn bzw. des Sesselliftes zur Folge hatte. "Diese Übung zeigte ein erfreulich professionelles Niveau aller Bergemannschaften", so Coen Weesjes, der stellvertretende Bezirksleiter der Bergrettung Pongau. "Die Sicherheit der Fahrgäste und Bergemannschaften war außerdem zu jedem Zeitpunkt der Übung gegeben".
Er zeigte sich besonders zufrieden über den guten Ablauf auf bergetechnischer Ebene. Auf Kommunikations- und Organisationsebene zwischen Bergbahnen, Feuerwehr, Bergrettung und Flugrettung gab es einige Verbesserungspunkte: "Gehen lernt man nur durch Stolpern", meint ein mit dieser Übung sehr zufriedener Bezirksleiter.
Die Bergung der Insassen wurde mit Unterstützung der Flugrettung Martin I durchgeführt und an der 6er-Sesselbahn Tauernkar auch mit dem Pistengeräte-Kran.

Bericht: Maria Riedler
Bilder: Coen Weesjes

Bezirksübung Pongau Ost

Am ersten Wochenende im Oktober übten sechs Ortsstellen aus dem Pongau -Flachau, Filzmoos, Altenmarkt, Radstadt, Wagrain und Kleinarl - gemeinsam für den Ernstfall.

Die OS Flachau dachte sich hierfür einige interessante Übungsstationen aus,  an jenen die verschiedensten Bergungen durchzuführen waren, wie etwa

- ein Jäger mit Herzinfarkt auf einem Hochsitz
- ein Paragleiter auf einem Baum
- ein verirrter Schwammerlsucher in einer Felswand
- zwei Skifahrer im steilen Graben (Bergung mittels Seilbahn).

Dank einer hervorragenden Organisation der OS Flachau kamen alle 66 (!) Bergretter zum Einsatz und trainierten so ihre schnelle und reibungslose Zusammenarbeit - damit im Ernstfall alle Handgriffe sitzen!

Bericht: Coen Weesjes/Bezirksleiter Stv.
Fotos: Coen Weesjes und Ortsstelle Flachau

 

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