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26.02.2010 - 
Bad Gastein: Aufwändiger und schwieriger Bergeeinsatz aus Eisarena

Zwei Variantenfahrer verirrten sich bei der Abfahrt vom Kreuzkogel im Nebel und fuhren in das Höhkar ein, wo sie im Bereich der Eisarena schließlich festsaßen. In einer aufwändigen Bergeaktion wurden die beiden Variantenfahrer bei Dunkelheit von Gasteiner Bergrettern abgeseilt.

In diesem Bereich des Federweiss saßen die beiden Variantenfahrer fest. (Foto: Alpinpolizei/Libelle)

Sie wurden von den Gasteiner Bergrettern 120m bzw. und 160m abgeseilt. (Foto: Konrad Rauscher)

Der Höhkarsteig - in diesem Bereich, etwa 100m entfernt - steckten die beiden Variantenfahrer schließlich fest. (Foto: Roland Pfund/Bergrettung Badgastein)

Am 25. Februar, bereits gegen 13.30 Uhr verirrten sich ein 24-jähriger Lette und ein 23-jähriger Schwede bei ihrer Abfahrt mit Skiern bzw. mit einem Snowboard vom Kreuzkogel/ Sportgastein.
Die beiden fuhren auf der Varianten-Nordabfahrt talwärts und versäumten aufgrund der schlechten Sicht im Nebel die richtige Abfahrt im Bereich der Keuchenscharte und fuhren fälschlicherweise in das gegenüberliegende, sogenannte Höhkar ab. Es handelt sich dabei um ein abgeschlossenes, alpines Hochtal, welches im Nordosten durch eine ca. 250 bis 300 m hohe, senkrecht abfallende Wandflucht (Lange Wand), vom Anlauftal getrennt ist. Im Winter ist dieser Bereich - die sogenannte Eisarena - von zahlreichen Eiswasserfällen durchzogen und ein beliebter Treffpunkt für Steileiskletterer.

Die beiden Wintersportler gerieten über diverse Schneebänder, in diesen, höchst gefährlichen Wandteil und kamen weder vor noch zurück.

Um 15.50 Uhr setzte einer der beiden einen Notruf ab und gab an, im Bereich der Nordabfahrt „festzustecken“. Sofort durchgeführte Erhebungen seitens der Alpinpolizei ergaben, dass die beiden in der „Eisarena festsaßen“.
Ein Suchflug mit dem Hubschrauber des Innenministeriums „Libelle“ verlief erfolgreich. Die Wintersportler konnten auf einer Seehöhe von 1.650 Meter, in der Wandflucht ausfindig gemacht werden. Wegen des starken Windes war eine Hubschrauberbergung nicht möglich.

So wurde um 16.36 Uhr die Bergrettung Bad Gastein alarmiert.
Ein Eiseinsatzteam der Badgasteiner Bergretter unter der Führung von Hans Zlöbl und Harald Ortner stieg gemeinsam mit einem Alpinpolizisten zu den beiden Variantenfahrern auf.
Dabei mussten die Bergretter durch die zum Teil vereiste Wandflucht. Als sie bei den beiden eintrafen, war es bereits dunkel. In der anschließenden Bergeaktion, wurden der Lette und der Schwede über den so genannten „Federweiss Eisfall“ 160 Meter abgeseilt.
Die Bergretter verwendeten dabei ein 200 Meter langes Bergeseil. Bei der äußerst aufwändigen Bergungen konnten die beiden Wintersportler unverletzt ins Tal gebracht werden.
23 Mann der Bergrettung Bad Gastein und ein Alpinpolizist waren bei dem Einsatz beteiligt, der um 21.15 Uhr beendet werden konnte.

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