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08.02.2010 - 
Intensives Einsatzgeschehen auch am 7. Februar

Anbei Polizeiberichte eines weiteren, äußerst einsatzintensiven Tages für die Bergrettung Salzburg

Polizeiberichte vom Einsatzgeschehen am 7. Februar

Lawinenabgang Bad Hofgastein
Am 07.02.2007, um etwa 16:25 Uhr, löste ein unbekannter Snowboarder, vermutlich Skandinavier, in Bad Hofgastein eine ca. 50 m lange und ca. 50 m breite Lawine in freiem Gelände des Skigebiets Schlossalm, Kleine Scharte, zwischen Abfahrt 2 und Lärchenhang, Nordhang, auf ca. 1950 m Seehöhe aus. Die männliche Person wurde von dieser Lawine selbst verschüttet und konnte von einem zufällig hinterherfahrenden, 30-jährigen Wiener aus dem Schnee befreit werden. Die Person war völlig verschüttet, der Retter konnte lediglich einen Teil seines Snowboards sehen. Die verschüttete Person blieb unverletzt und unbekannt, da sie nach der Rettung einfach alleine ins Tal abfuhr. Auch der Retter kann nichts zur Identität des Verschütteten angeben.
Die Bergrettung Bad Hofgastein war mit 18 Mann im Einsatz und der Hubschrauber "Heli Alpin 7" war ebenfalls bereits vor Ort.

Saalbach Hinterglemm
Am 07.02.2010, gegen 16:30 Uhr, meldeten unbekannte Schifahrer bei der Zwölferkogelbahn Talstation, dass soeben im oberen Bereich der Nordabfahrt eine Lawine abgegangen sei, welche auf einen Schiweg hinein reichte.
Die alarmierte Bergrettung Saalbach-Hinterglemm suchte mit 25 Mann und zwei Lawinensuchhunden nach eventuell verschütteten Personen ab. Nachdem die Suche ergebnislos verlief, keine Abgängigkeitsanzeigen eingelangt sind, wurde die Suche gegen 18:00 Uhr vor Ort beendet. Im Einsatz waren auch zwei Rettungshubschrauber und zwei Alpinpolizisten der AEG Zell am See.
Der Anriss der Lawine war im freien Gelände in einer Seehöhe von ca. 1700m, nordseitig, erreichte eine Länge von ca. 300m, bei einer Breite von ca. 50m. Der Auslösungsgrund konnte nicht eruiert werden.
Die Melder waren beim Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort.

Lawine Mittersill
Ein 34-jähriger deutsche Staatsangehöriger und eine 29-jährige schwedische Staatsangehörige verließen am 06.02.2010, um 15:30 Uhr das gesicherte Schigebiet auf der „Resterhöhe“ im Gemeindegebiet von Mittersill. Im freien Schiraum beabsichtigten sie über das "STANGENJOCH", nach Aschau, bei Kirchberg in Tirol abzufahren. Wegen der schlechten Sichtbedingungen verirrten sie sich gleich zu Beginn der Abfahrt und kamen auf die "STANGENJOCH-ALM". Nachdem sie dort einen Wegweiser zum "STANGENJOCH" vorfanden, folgten sie diesem. Dabei gerieten sie, in steiles, in westliche Richtungen ausgerichtetes Gelände. Beim Queren eines Hanges lösten sie ein Schneebrett aus. Von den abgleitenden Schneemassen wurden sie ca. 250 Meter mitgerissen. Während des Lawinenabganges konnte der Mann den Airbag seines Rucksackes auslösen und damit verhindern, dass er zur Gänze verschüttet wurde. Die weibliche Schifahrerin, die keinen Airbagrucksack bei sich hatte, wurde von der Lawine verschüttet.

Nachdem er einen Schi der Frau neben sich auf der Lawine fand, gelang es dem deutschen Staatsangehörigen seine Begleiterin aus 1,5 Meter Tiefe frei zu schaufeln und zu befreien,

An dem anschließenden Rettungseinsatz beteiligten sich Mitglieder der Bergrettung Mittersill, das Team des Notarzthubschraubers Alpin Heli 6, private Personen und die Alpinpolizei. Das Team des Notarzthubschraubers, Alpin Heli 6, versuchte in einem mit hohen Risiko für die Retter verbundenen Anflug auf die Lawine zu gelangen, musste aber wegen der schlechten Sicht- und Witterungsbedingungen wieder abdrehen, konnte aber zwei Mitglieder der Bergrettung abseits der Lawine absetzen. Zugleich wurde ein Bergrettungseinsatz, zur Rettung und zum Abtransport der beiden Wintersportler gestartet. Dieser konnte um 23:00 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Beide Personen blieben bei dem Lawinenabgang unverletzt. Die beiden Variantenfahrer waren mit Lawinenverschüttetensuchgeräten, Sonden und Schaufeln ausgerüstet und trugen jeweils Schihelme.

Einsatz für Eiskletterer Kaprun

Ein 30-jähriger Tiroler und ein 27-jähriger Bayer haben am Sonntag die Eiskletterroute "Kesselfall" durchstiegen und wollten sich um ca. 16.30 Uhr über die Abseilroute wieder abseilen. Aufgrund der Schneelage fanden sie jedoch die Abseilstellen nicht. Bei Einbruch der Dunkelheit verständigsten sie die Bergrettung.
Die beiden Alpinisten wurden vom Rettungshubschrauber "Heli Alpin 6" mittels Tau geborgen und zum Parkplatz der Gletscherbahnen Kaprun geflogen. Sowohl der 30-Jährige aus Schwendt als auch der 27-Jährige aus Teisendorf im benachbarten Bayern blieben bei dem Vorfall unverletzt. Neben dem Rettungshubschrauber waren 14 Mann der Bergrettung Kaprun und zehn Mann der Freiwilligen Feuerwehr Kaprun mit drei Fahrzeugen.

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