Landesleitung
Die Landesleitung – der Wegweiser der Bergrettung
„Der Landesleitung obliegen alle Organisations- und Verwaltungstätigkeiten im ÖBRD Land Salzburg gemäß den Statuten und Richtlinien“ – so heißt es in einem etwas sperrigen Juristendeutsch in der Geschäftsordnung der Landesleitung.
In Wirklichkeit bietet mein Aufgabenbereich und der meiner beiden Stellvertreter Klaus Wagenbichler und Hannes Laner ein viel bunteres und vielfältigeres Bild. Ich bin in ständigem Kontakt mit den Leitern der 44 Ortsstellen und der fünf Bezirke im Land Salzburg. Dazu kommen die ständigen Treffen und Besprechungen mit den jeweiligen Fachreferenten. So berate ich beispielsweise mit dem Referenten für die Ausbildung der Bergretter, ob wir uns bestimmte Ausrüstungsgegenstände anschaffen sollen, um die Einsätze schneller und effizienter gestalten zu können. Oder ich diskutiere mit dem Finanzchef über ein verbessertes Serviceangebot, das wir unseren Förderern zukommen lassen können. Benötigt eine Ortsstelle für die Anschaffung bestimmter Bergegeräte einen Zuschuss von der Landesleitung, so müssen wir ebenfalls darüber reden. Dass solche Angelegenheiten nicht mit einem kurzen Telefonat abzuhandeln ist, versteht sich von selbst. Auch Feiern, Jubiläen und Ehrungen innerhalb der Bergrettung erfordern häufig meine persönliche Anwesenheit.
Interne Aufgaben
Zuhören, Argumente sammeln, Gegenmeinungen einholen, vermitteln, schlichten und letztendlich entscheiden – das betrachte ich als zentrale Aufgaben innerhalb der Rettungsorganisation. Ich verstehe meine Funktion als eine Art Wegweiser, der die Richtung vorgibt. Die Feinabstimmung – also die Wahl der Route oder des Gehtempos – erfolgt auf anderen Ebenen, etwa durch die Fachreferenten, in den Ortsstellen usw.
Mehrmals jährlich reise ich zu Bundestagungen, also zu den Treffen mit anderen Landeschefs und Fachreferenten der Bergrettung. Ich bin außerdem Gastgeber und Moderator der regelmäßig stattfindenden Ausschusssitzungen mit den Bezirks- und Fachreferenten und stehe einmal pro Woche – am späten Donnerstagnachmittag – in der Landesleitung für alle internen Belange der Bergrettung als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die „Außenpolitik“ der Bergrettung
Ganz wichtig: Die Vertretung der Bergrettung vor den Behörden, bei den Vertretern der Politik, vor anderen Einsatzorganisationen und der Kontakt zu Sponsoren. Diese Aktivitäten sowie das Management der internen Angelegenheiten erfordern sehr viel zeitlichen Aufwand. Denn auch in meinem Brotberuf bin ich sehr gefordert, ich bin für den Betrieb und die Instandhaltung des Sendenetzes von ORF Salzburg (ORS) zuständig.
Bei dieser intensiven freiwilligen Tätigkeit werde ich durch die angestellten Mitarbeiter, des inzwischen zu einem mittleren Unternehmen gewachsenen Betriebes, Christine Lacher und Peter Gruber tatkräftig unterstützt.
Dennoch bleibt noch Zeit, um selber in die Berge zu gehen. Sowohl im Sommer wie im Winter bin ich so oft es meine Zeit erlaubt in den Bergen unterwegs. Das hält fit, dort entspanne ich und genieße die Natur. In der wunderbaren Salzburger Bergwelt lernt man auch verstehen, warum es Menschen trotz mancher Gefahren in die Berge zieht.
Mein Stellvertreter Hannes Laner und ich sind im Jahr 2007 von der Landesversammlung für eine Funktionsdauer von drei Jahren gewählt worden. Mein zweiter Stellvertreter Klaus Wagenbichler wurde 2008 als Nachfolger von Markus Amon gewählt.
Mit herzlichen Berggrüßen
Ihr
Estolf Müller
Landesleiter















