Flugrettung

Geschichte

Heli Pongau
1992/93
 
In der Wintersaison 1992/93 wurde durch eine Initiative von Gerhard Huber aus Bischofshofen, einem langjährigen Mitglied der Bergrettung, Ortsstellenleiter von 1979 bis 1981 und Begründer des Heliport Pongau, erstmals im Pongau ein Flugrettungssystem installiert. Die Ortsstelle Bischofshofen des ÖBRD stellte unter der Führung von Sepp Brugger mit Gerhard Huber, Hannes Laner, Sepp Reiter, Sepp Steinbacher, den Brüdern Sepp und Xandi Kreuzberger und Hans Rettenegger einen Grossteil der damals eingesetzten Flugretter , die notfallmedizinische Leitung des Projektes übernahmen die Ortsstellenärzte Dr. Maximilian Bergmann und Dr. Michael Lindner.
Im Winter 1992/93 konnten mit „Heli Pongau“ 143 Flugrettungseinsätze unfallfrei durchgeführt werden.

Notarzthubschrauber von SHS
1992/1993 bis heute

Im Jahre 1992 wurde die Firma Schider Helicopter Service, kurz SHS, gegründet. Damals wurden in erster Linie Bedarfsflüge durchgeführt.  An Wochenenden im Sommer und über die Wintermonate besetzte die SHS ihre Hubschrauber mit Notärzten und Flugrettern und stand am Heliport in Waidring einsatzbereit zur Verfügung. 1995 Entschloss sich die Betriebsleitung zur Umstrukturierung der SHS und begann sich langsam aus der Transportfliegerei zurückzuziehen, um in der Flugrettung Fuß zu fassen. Der erste ganzjährige Notarzthubschrauber der SHS begann seinen Dienst. Von Waidring aus flogen nun Heli 1 und in während der tourismusstarken Wintersaison auch Heli 2 ihre Notarzteinsätze.

CHRISTOPHORUS 6 Winter
1993/94 bis 1998

Nach Auswertung einer vom Roten Kreuz in Auftrag gegebenen Studie über die Notarzthubschrauber „Heli Pongau“/Heliport Pongau und „Gallus 2“/Flughafen Zell am See war die Sinnhaftigkeit der Winterstationierung eines zusätzlichen Flugrettungssystems zur besseren Versorgung vorwiegend verletzter Wintersportler im Bereich Pongau, Pinzgau und Lungau erwiesen und mit der Wintersaison 1993/94 in Wechselstationierung mit Zell am See der NAH „Christophorus 6“ des ÖAMTC Flugrettungsvereines in Dienst gestellt.

Gedenken an Gerhard Huber

Im April 1998 kam unser Kamerad Gerhard Huber bei einem Hubschrauberabsturz im Bereich der Lichtensteinklamm ums Leben.
Nur seinem Weitblick, seinem unternehmerischen Mut, gepaart mit seinem Enthusiasmus für Bergrettung und Fliegerei verdanken wir das heutige, bereits selbstverständlich gewordene Flugrettungssystem im Pongau.

BK 117 Winter
2000/01

Nachdem sich alle Pläne für einen definitiven, gemeinsam mit den Kameraden aus Zell am See betriebenen Stützpunkt Christophorus 6 in Taxenbach zerschlagen hatten und eine Hangarierung für einen Wechselstationierten Christophorus Notarzthubschrauber am Heliport Pongau nicht mehr durchführbar war, wurde auf Initiative von Knaus Helicopter im Dezember 2000 am Heliport Pongau der Notarzthubschrauber „BK 117“ in Dienst gestellt.
Zum Einsatz kam eine von der Deutschen Rettungsflugwacht eingecharterte, mit einer 90 Meter Stahlseilwinde ausgerüstete BK 117.

NAH „Christophorus 6 nimmt seinen Betrieb auf
2001- bis jetzt

Am Flughafen Salzburg wurde am 1.4.2001 als Nachfolgesystem für den NAH „Martin 1“ des BMFI der NAH „Christophorus 6“ des Christophorus Flugrettungsvereines in Dienst gestellt.Am 1. April 2001 verabschiedet sich das Bundesministerium für Inneres aus der Flugrettung (unter dem Motto „aus Blau wird Gelb“). Der in den Wintermonaten in Zell am See stationierte Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ des ÖAMTC geht am Airport in Salzburg ganzjährig in Betrieb. An Bord der EC 135 in der Vier-Mann-Crew befindet sich nun immer ein Bergespezialist der Salzburger Bergrettung.

 

Notarzthubschrauber "Martin 1"
2000/2001

Aufnahme des Winterbetriebes, Saison 2000/01, am Heliport „Ureiting“ mit dem Notarzthubschrauber „Martin 1“ der Fa. Knaus.In der nunmehr mit 2002/02 bereits zehnten Wintersaison der Pongauer Flugrettung wurde wiederum auf Initiative von Knaus Helicopter der Notarzthubschrauber „Martin“ in Betrieb genommen.
Zum Einsatz kam eine eingecharterte, zweiturbinige Ecureuile AS 355 F2, geflogen wurde „Martin“ überwiegend von Einsatzpiloten des BMFI, die vorher bis 31.3.2001 am NAH Martin 1 in Salzburg tätig waren und nun in ihrer Freizeit ihr Können und ihre Erfahrung in den Flugbetrieb im Pongau einbrachten.

 

Alpin Heli 6
2004 bis heute

Am 15.Oktober 2004 geht der Notarzthubschrauber des Pinzgaues, „Alpin Heli 6“, ganzjährig in Betrieb. Auch an Bord der in Kooperation (SHS und ÖAMTC) geführten Einsatzmaschine ist nun immer ein Bergretter als Bergespezialist und Notfallsanitäter dabei.

Martin 1
2005 bis heute

Ab Mai 2005 betreibt die Fa. Knaus auf dem Heliport in „Urreiting“ auch ihren „Martin 1“ nun ganzjährig, um unser Bundesland auch aus dem Pongau zu versorgen zu können. An Bord auch wieder qualifiziertes Personal aus den Kreisen der Bergrettung.

Martin 6
2005 bis heute

Aufnahme des Winterbetriebes, Saison 2005/06, Saalbach Hinterglemm“ mit dem Notarzthubschrauber „Martin 6“  der Fa. Knaus. An Bord auch wieder qualifiziertes Personal aus den Kreisen der Bergrettung.

Martin 7
2006 bis heute

Aufnahme des Winterbetriebes, Saison 2006/07, in Obertauern mit dem Notarzthubschrauber „Martin 7“  der Fa. Knaus. Wieder qualifiziertes Personal aus den Kreisen der Bergrettung an Bord. 

Derzeitiger Personalstand der Flugretter(Bergespezialisten) in Salzburg:
24 Mann und 1 Frau

Seit Beginn der Flugrettung 5 Fachreferenten:

Neumayer Johann (1980 – 18. 4. 1998)
Lederer Franz (18. 4. 1998 – 1. 2. 2002)
Amon Markus (1. 2. 2002 – 12. 3. 2005)
Feichter Wolfgang (12. 3. 005 – 19. 10. 2007)
Hansjörg Pfeiffer (19. 10. 2007 - laufend)

 

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